Fliegenwerfen


Wenn ein Fliegenfischer seine Fliege mit einem eleganten Schwung der Fliegen-Schnur in Richtung Fisch wirft , zieht er immer wieder die Blicke von Spaziergängern auf sich und kann sich einer gewissen Bewunderung fast sicher sein. Für den Fischer selbst zählen dabei rein praktische Überlegungen, da in den meisten Fällen ein zielgenauer, sauberer Wurf entscheidend zum Fangerfolg beiträgt. Dazu kommt noch die Befriedigung, das Zusammenspiel von Rute und Fliegenschnur und der eigenen Geschicklichkeit zu beherrschen. Mit etwas Übung fällt der Wurfleicht ganz im Unterschied zu der weit verbreiteten Meinung,

das Fliegenwerfen sei eine schwierige Angelegenheit. In der Hauptsache unterteilt sich das Werfen in vier Techniken: Den Überkopfwurf als Standard, den davon abgewandelten Seitenwurf zum Unterwerfen von über das Wasser hängenden Zweigen, und Bäumen den bei hinter dem Fischer liegenden, hohen Hindernissen angewandten Rollwurf sowie den Doppelzug, der bei starkem Wind, bei grösseren Wurfdistanzen oder beim Fischen mit schweren Raubfischfliegen zum Einsatz kommen.

Doppelzug

Wenn, wie eingangs schon gesagt, starker Wind bläst und Wurfweiten jenseits der 20 Meter erreicht werden sollen oder eine schwere Raubfischfliege am Vorfach hängt, bietet sich der Doppelzug als eine ideale Hilfe an. Die Wurftechnik funktionier wie beim Überkopfwurf, nur erhält die linke Hand mit der Beschleunigung der Fliegenschnur eine zusätzliche Aufgabe.

Rollwurf

Wenn beispielsweise ein dichter Wald oder eine hohe Mauer direkt am Gewässer liegen stossen Überkopf und Seitenwurf an ihre Grenzen. Jetzt benötigst du den Rollwurf, der ohne Rückschwung aus kommt. Allerdings erreicht er nur Entfernungen bis ca. 12 Meter und nicht alle Trockenfliegen schwimmen ohne einen Leerwurf zum Trocknen nach den Rollwurf wieder auf der Oberfläche. Ausserdem lassen sich grosse und schwere Streamer kaum mit dem Rollwurf aus dem Wasser heben.