Die Wichtigsten Fischarten in unseren Gewässern


Bachforelle (Salmo trutta fario)

Lokalname: Bergforelle, Steinforelle, Waldforelle

Laichzeit: Dezember - März

Viele Anpassungsformen (ja nach Lebensraum) dunkle und rote Punkte mit heller Umrandung; derRücken ist grünlich bis bräunlich gefärbt, und typisch sind die Aufhellungen in Bachesrichtung.

 

Lebensraum

 

Die Bachforelle benötigt kühles, sauerstoffreiches Wasser. Für die Naturverlaichung ist eine unverschlammte Kies / Sandsohle Voraussetzung. Die Wassertemperatur darf in den Sommermonaten normalerweise nicht langfristig über 20°C ansteigen, während kurzerZeit überleben die Bachforellen Temperaturen über 25°C. Dabei leider jedoch die Konstitution dieser Fische, und bei der geringsten Verunreinigung sind Abgänge festzustellen. Der Lebensraum für Bachforellen muss unbedingt Unterstände

aufweisen. Auch Schattenwurf durch wassernahe Bestockung ist notwendig


Regenbogenforelle (Salmo gairdneri)

Lokalname: Rägeboge oder Rägebögler

Laichzeit: Dezember - April

Im Gegensatz zur Bachforelle entlang der Körperseite ein breites ,rötliches, vielfach in den Regen-

bogenfarben auftretendes Band; meist dunkle Flecken auf der Körperseite

Regenbogenforelle

   

Lebensraum

 

Die Ansprüche der Regenbogenforellen an den Lebensraum sind geringer als diejenigen der Bachforellen.Sie sind vor allem widerstandsfähiger gegen Temperaturerhöhungen und Wasserverunreinigungen.Das Nahrungsspektrum der Regenbogenforellen ist weit grösser als das jenige der Bachforellen.Lange Zeit glaubte man, die Regenbogenforellen könnten sich in unseren Gewässern nicht natürlichfortpflanzen. Diese Ansicht besteht heute nicht mehr, und die Vermutung erhärtet sich,wonach im Wildbach alte Sihl eine Naturverlaichung vorkommt. Die Laichreife der Regenbogenforellenerfolgt im Winterhalbjahr und ist innerhalb einer breiteren Zeitspanne nachgewiesen worden,als dies bei der Bachforelle (Oktober / November ) üblich ist.


Seesaibling (Salvelius alpius)

Lokalname: Rötel, Zugerröteli

Gestreckte und seitlich etwas zusammengedrückte Körperform; Flanken meist mit weisslichen oder rötlichem Tupfen ; Bauchseite meist orangerot; feine kleine Schuppen

 

 

Seesaibling

 

Lebensraum

 

Der Seesaibling bevorzugt ausschliesslich tiefe Regionen und wird auch als "Tiefsee-Forelle "bezeichnet. Nachdem sich die Wassergüte im Vierwaldstätersee in den vergangenen Jahrzehnten wiedergebessert hat, wurden Seesaiblinge eingesetzt, um die chemisch / physikalisch nachgewiesene Verbesserung auch mittels Lebewesen zu bestätigen. In der Tat konnten in den vergangenen Jahren stetseinzelne Seesaiblinge im Vierwaldstätersee nachgewiesen werden. Zur Laichzeit sind auch bereits laichreife

Seesaiblinge, zusammen mit dem Albelilaichfischfang, auf den gleichen Laichplätzen gefangen worden


Bachsaibling ( Salvelinus fontinalis )

Lokalname: Rötel

Laichzeit: Oktober - März

Der Rücken ist braun- oliv marmoriert, und die Brust Bauch und Afterflossen rot-schwarz-weis gefärbt; Männchen zur Laichzeit mit tiefroter Bachseite, auf der Seite mit kleinen roten Flecken.

 

 

Bachsaibling

Lebensraum

 

Normalerweise lebt der Bachsaibling im obersten Abschnitt der Forellenregion, also unmittelbarunterhalb der Quelle. Der Bachsaibling ist ,wie die Regenbogenforelle, eine im letzten Jahrhundertaus Amerika eingeführte Fischart. Der Bachsaibling ist im Kanton Schwyz von untergeordneter Bedeutung. Er benötigt kaltes Wasser, welches im Kanton Schwyz nur noch unterhalb von einzelnen Quellen im Oberen bereich natürlicherweise vorkommt. Die Wassermenge in diesen Quellgebieten ist jedoch derart klein, das in den Sommermonaten sehr bald eine Temperaturerhöhung eintritt und der Lebensraum für den kaltwasserliebenden Bachsaibling ungeeignet wird.


Äsche ( Thymallus thymallus )
Lokalname: Äsche, Äscher
Laichzeit: März - Mai
Maul endständig und eng; Körper langgestreckt mit auffallender fahnenartiger Rückenflosse; Bänderung und Punktierung der Rückenflosse typisch.

 

 

Lebensraum

 

Die Äsche benötigt als natürlichen Lebensraum ein Fliessgewässer, welches auch bei Niederwasserüber eine ausreichende Wassertiefe verfügt. Die Gewässerabschnitte müssen sowohl lentische alsauch lotische Regionen umfassen; kiesiger, aber auch steiniger Grund wird bevorzugt. Die Äscheerträgt zeitlich begrenzt höhere Wassertemperatur als zB. die Bachforelle. Die Futterbasis der Äsche umfasst abdriftende Kleintiere, wie aber auch Anflugnahrung von der Gewässeroberfläche.

In den seltensten Fällen ernährt sich die Äsche räuberisch. Mehrheitlich hält sie sich in offenen, zur Nahrungsaufnahme aber speziell an den Übergängen zwischen langsam und Schnellfliessenden Flussabschnitten auf. Die Äsche ist eine in Fischkreisen sehr begehrte Fischart, sie stellt jedoch fangtechnischhohe Ansprüche ; nicht jeder Sportfischer hat Erfolg beim Äschen fang . Die Äsche ist zudem ein sehr

geschätzter Speisefisch. Im Schwyzer Weinland gibt es einige wenige Fischrestaurants, in welchen bei guten Äschen Fängen im Rhein Äsche erhältlich sind . Die Äsche ist nur schwer haltbar; eine

langfristige Lebend hälterung ist praktisch nicht möglich


Rotfeder (Scarinius erythrophalmus)

Lokalname: Röteli, Rottele (irrtümlich gar Rötel genannt)

Laichzeit: April - Juni

Ähnlich Rotauge, Bauch, After und Rückenflossen häufig orange bis blutrot gefärbt; Augenkreis mit Goldglanz (weniger rötlich als bei Rotaugen ) zwischen Bauch und Afterflosse bilden die Schuppen einen scharfen Kiel.

 

Lebensraum

 

Die Rotfeder sieht dem Rotauge (Schwale) sehr ähnlich; sie ist aber viel seltener. Vielfach werdenRotfeder mit Rotaugen verwechselt. Es besteht ein Unterschied im Lebensraum: Die Rotfederbewohnt, im Gegensatz zum Rotauge, vermehrt langsam fliessende Wasserläufe, insbesondere auchAltläufe im Rhein. Sie ist früher in allen Weihern und Teichen vorgekommen; heute tritt sie nur selten auf. Die Rotfeder laicht später als das Rotauge; dies wirkt sich bei einem Überbestand an Rotaugennagativ auf die Rotfedern aus. Rotaugen verzehren Rotfedereier, aber auch Rotfederbrütlinge.

Das Nahrungsspekrtum der Rotfeder kann sehr unterschiedlich sein. In vielen Weihern bestehtdiese Nahrung zur Hauptsache aus Pflanzenteilen. Das führt zu extremen Farbtönen. Verschiedene Autoren behaupten , das der Rotfedernbestand in Abhängigkeit zum artenreichen Wasserpflanzenbestand steht, was jedoch (noch) nicht belegt ist


Barbe (Barbus barbus )
Lokalname: Flussbarbe, Rheinhecht
Laichzeit: Mai - Juli
Unterständiges, dicklippiges Maul mit vier fleischigen Bartfäden; Querschnitt des Körpers rundlich; längster Strahl der Rückenflosse hart.

 

Lebensraum

 

Die Barbe ist die Leitfischart für eine bestimmte Flussregion. Die Barbenregion zeichnet sich durcheine mässige Strömung und sandige bzw. kiesige Sohle aus. Mit ihrem typischen unterständigenMaul ist die Barbe auf Bodennahrung spezialisiert. Im Zusammenhang mit Abklärungen über Schwermetallkonzentrationen in Fliessgewässern werden deshalb häufig Eingeweide von Barbenuntersucht. Wie gewisse Salmoniden führt auch die meist gesellig lebende Barben zur Laichzeit

Wanderungen in den Oberlauf des Flusssystems durch. Aus dem Rhein steigt sie z.b. im Mai / Juni in den ++++ ein ;häufig können von der Brücke bei +++++ laichende Barben beobachtet werden.In den Wintermonaten hält sich die Barbe in eigentlichen Wintereinständen ( meistens tiefe Gumpen )auf und verhält sich dabei sehr passiv


Egli (Perca fluviatilis)

 Lokalname: Flussbarsch, Chretzer, Butzli, Reling, (grosse Egli ) ( Junge Egli werden auch Hürlig genannt. )

Laichzeit: April - Juni Seitlich zusammengedrückt: hinter dem Kopf auffallend steiler Rückenansatz; Kiemendeckel in zugespitzte Lappen auslaufend; Rückenflossen sind hartstachlig ( sie kratzen ). Grundfarbe grünlich 6-9 dunkle Querstreifen oder gegabelte Streifen

 

Lebensraum

 

Das Egli kommt in vielen stehenden und fliessenden Gewässern vor . Häufig werden gefangene Egli in Lebendhälterung mitgenommen und anschliessend in einen Bach oder Weiher ausgesetzt. Das Egli stellt keine grosse Ansprüche an die Wassergüte und findet in den eutrophen Seen und Weiher ideale Voraussetzungen. Die Bestandesschwankungen sind statisch seit 1942 ausgewiesen;

eine Periodizität von ca. siebeb Jahren kann beobachtet werden


Hasel ( Leuciscus leuciscus )

Lokalname; Hasel, Weissfisch, Krauthasel, Rysling

 Laichzeit: März - Mai

 Kopf klein und spitziger als beim Alet; Körper zusammengedrückt; Afterflosse mit eingebuchtetem Unterrand ( Differenz zu Alet ).

 

Lebensraum

 

Der Hasel ist ein gesellig lebender Flussfisch, der aber auch im See angetroffen werden kann. Er ist ein Kleintierfresser, der sehr lebhaft schwimmt; ab und zu springt er sogar aus dem Wasser nach Insekten. Es werden jahreszeitliche Wanderungen beobachtet; so soll er in den Sommermonaten in die Unterläufe einzelner Schwyzerbäche einsteigen. Er ist gegenüber Beeinträchtigungen in der Wassergüte widerstandsfähig. Ein erfolgreiche Naturverlaichung ist jedoch nur in stark fliessenden, kiesigen Abschnitten möglich. Die klebrigen Eier werden

an Steinen und Wasserpflanzen angeheftet


Seeforelle (Salmo trutta lacustris)

Lokalname: Silberforelle, Schwebeforelle Lachsforelle Torpedoförmiger Körper mit bläulichem bis grünlichem Schimmer; Seiten silberglänzend mit eckigen

Tupfen: Männchen mit typischem < Lachshacken > am Unterkiefer.

 

Lebensraum

 

Die Seeforelle kommt nur noch im Vierwaldtstättersse vor und hält sich während des Jahres im tiefen Seegebiet auf. Die Sauerstoffkonzentration bis in Tiefen von 20 und 30 m muss jederzeit über der für Seeforellen lebensnotwendigen Minimalkonzentration von 5 mg pro Liter Wasser liegen.Analog der Lachse beginnt im August bei den vor der Geschlechtsreife stehenden Seeforellen eineeigentliche Laichwanderung. In früheren Jahren stiegen sie bei normalen Wasserverhältnissen in die Schwyzerbäche ein., verlaichter im November und schwammen nach Abgabe der Fortpflanzungprodukte in den See zurück. Die Ähnlichkeit des Fortpflanzungsverhaltens von Seeforellen undLachs , welcher zur Laichablage vom Meer in den Rhein aufstieg und nach der Verlaichung wieder indas Meer zurückwandert, ist augenfälli. Im Vierwaldstätersee stiegen die Seeforellen zur Natur-

Verlaichung in den Muotafluss hinauf


Trüsche (Lota lota)

Lokalname: Quappe, Rutte

Walenförmig, hinten seitlich zusammengedrückte Körperform; Kopf breit und abgeplattet; unter ständiges Maul; Kurzbartel am Seitenrand der Nasenlöcher; Unterkiefer mit einer Bartel; Schuppen klein und zart; Schwanzflosse gerundet.

 

Lebensraum

 

Die nachtaktive Trüsche ist ein typischer Grundfisch mit ausgeprägt unterständigem Maul für dieNahrungsaufnahme vom Seegrund. Sie kommt vorwiegend in Seen vor .Tagsüber hält sie sich versteckt unter Steinen, nachts geht sie auf Jagd. Wegen der Aufnahme von Bodennahrung wird die Trüsche vielfach wie die Barbe zum Nachweis von Schwermetallen in den Gewässern verwendet. Diese Schadstoffe lagern sich in der Leber der Trüsche ab. Die Trüsche ist der einzige dorschartige Fisch des Süsswassers. Die Fortpflanzung erfolgt in den Wintermonaten, wobei dazu häufig das Mündungsgebiet von Bächen und Flüssen in den Seen aufgesucht wird.


Hecht (Esox lucius )

Lokalname: Hecht, Esox

Laichzeit: Februar - Mai

Gestreckte Körperform mit weit nach hinten verlagerter Rückenflosse; Schnauze blattgedrückt mitgrossem breitem Mund und starke Bezahnung; häufig Unterkiefer vorstehend, Flanken unterschiedlich marmoriert mit gelben und grünlichen Tönen ; Baulich meistens hell gefärbt

 

Hecht

 

Lebensraum

 

Der Hecht ist ein typischer Seefisch ; er kommt leider durch Abwanderungen vermehrt auch in Fliessgewässern vor. Er bevorzugt in Seen die Flachwasserbereiche, welche sich besonders im Frühjahr durch wärmeres Wasser auszeichnen. Zur erfolgreichen Naturverlaichung benötigt der Hecht nebst dem Flachwasserbereich auch Wasserpflanzen ( u.a Schilf ) damit erhalten dir geschlüpften Hechtbrütlinge während der Haftphase optimale Voraussetzungen zum Heranwachsen


Karpfen Cyprinus carpio )

Lokalname: Karpf, Wildkarpfen

Laichzeit: Mai - Juli

Plumer Fischkörper mit vier Barteln an der Oberlippe; grosse Schuppen Mund endständig und vorstülpbar.

 

Karpfen

 

Lebensraum

 

Der einheimische Karpfen bevorzugt stehende, sich im Frühjahr schnell erwärmende Weiher und Seen. Die Wasserflora sollte ausgeprägt und viel fältig sein. Er beweidet den verschlammten Grund, aus dem er mit seinem ausstülpbaren Maul Kleinlebewesen und Pflanzen ansaugen kann. Bei Wassertemperatur unterhalb von 7° - 9 °Grad nimmt die Aktivität der Karpfen ab; es tritt sogar eine Winterstarre ein. Die Naturverlaichung erfolgt bei Wassertemperatur von mindestens 18°

Grad; das Karpfenweibchen hängt dabei klebrige Eier an die Wasserpflanzen , welche anschliessend von den Männchen besamt werden. In Uferregionen kann in vielen Seen das Laichen der Karpfen sehr gut beobachtet werden

 

 

 


Schleie ( Tinca tinca )

Lokalname: Schlei, Schleie, Schli

Der Körper ist eher gedrungen mit endständigem Mund und zwei kurze Barteln an den Mundecken ,kleine Schuppen ; Färbung meist dunkelgrün mit Messingglanz.

 

 

Schleie

 

Lebensraum

 

Die Schleie bewohnt stille Seen, Weiher und Teiche. Sie stellt wenig Ansprüche an die Wassergüteund ist ein typischer Allesfresser. Sie wird sowohl in Gewässern mit üppigem als auch mit kargemPflanzenbestand angetroffen. Bei prekärem Wassergüte verhältnisssen entzieht sie sich auch im Sommer den Gefahren durch Eingraben in den Schlammgrund. Die Fortpflanzung erfolgt im Frühjahr , wobei die Eier an irgenndwelche Pflanzen geklebt werden. Sie ist diesbezüglich weniger wählerisch als der Karpfen. Dies ist vermutlich der Grund für das verbreitetet Vorkommen. Die Schleien können auch hohe Wassertemperaturen überleben; sie sollten bei einer Wassertemperatur von 30° Grad inaktiv werden .Wie andere Fischarten verfallen Schleien bei tiefen Wassertemperaturen im Winter in einen Kältestarre.Die Schleien sind typisch Beifische der Karpfen; sie wachsen jedoch bedeutend langsamer als die Karpfen


Nase ( Chondrostoma nasus )

Lokalname: Nase, Näsling

Unterständiges Maul mit vorragender Schnauze und hornigen Lippen (Nase ) häufig Silberglanz auf den Seiten.

 

Nase

 

Lebensraum

 

Die Nase ist ein typischer Flussfisch, welcher problemlos auch Flussabschnitte mit starker Strömung bewohnen kann. Sie beforzugt eine steinige, kiesige Sohle. Die Nase reagiert auf Veränderungen in ser Wassergüte sehr schnell; sie lässt sich dabei abtreiben oder steigt in Seitenflüsse ein. Die Nase lebt vorwiegend am Flussgrund und ernährt sich primär von Pflanzen und Kleintieren. Mit den scharfkantigen Kiefern werden auch Pflanzen auf Steinen abgefressen . Zur Fortpflanzungmacht die Nase grosse Laichwanderungen


Alet ( Leuciscus cephalus )

Lokalname: Aitel, Döbel, Weissfisch

Laichzeit: April - Juni

Gedrungener Fisch mit drehrundem Querschnitt und dunkelumrandeten, harten Schuppen; Kopfdick und breit; Afterflosse zeigt ausgebuchteten Unterrand ( Gegensatz zu Hasel ).

 

Alet

 

Lebensraum

 

Grosse Aletbestände sind für Flüsse typisch, welche abschnittsweise über tiefe Gumpen verfügen.Es ist eine nur geringe Ansprüche an die Wassergüte stellende Fischart; die Alet dominieren vielfach die übrigen Fische. Wegen seiner grossen Anpassungsfähigkeit wird er ab und zu auch in Mündungsgebieten von Seen angetroffen. Alet ernähren sich von Kleintieren und Pflanzen Magenuntersuchungen zeigen , das er auch ein Laichräuber sein kann. Mann hat ihn deshalb früher zugunsten der Bachforellenbestände dezimiert. Diese Zielvorstellung des reinen

Forellenbestandes ist in der ökologischen Denkweise heute zu Recht umstritten.

Als Jungfisch lebt der Alet häufig als Friedfisch in Schwärmen , wogegen er im Alter eher ein Einzelgänger wird

 


Schneider ( Alburnoides bipunctatus )

Lokalname: Bambeli( Irrtümlich auch Weissfisch oder Flussläugel genant )

Mund endständig; auffallende, schwarz, zweizeilig umrandet Seitenlinie; Flossenwurzel oft orange gefärbt.

 

Schneider

 

Lebensraum

 

Der Schneider bewohnt stark fliessende Flussabschnitte und kommt selten alleine vor.

Er ist ein typischer Schwarmfisch der Äschen - /Barbenregion und wird auch im Alter

selten länger als 18 cm Das Nahrungsspektrum ist sehr breit und reicht von der Bodennahrung über Pflanzen bis Insekten. In Flussabschnitten mit einem Schneiderbestand kommen meistens noch weitere Fischarten wie Alet, Hasel, Barbe, Rotaugen bzw. Forellen und Äschen vor. Die Fortpflanzung erfolgt in der Muota von April bis Juni; das Weibchen legt dabei in kleinen Gruppen Eier in den kiesigen Flussgrund


Rotauge (Rutilus rutilus)

Lokalname: Schwale, Seehasel,

Laichzeit: April - Mai

Körper bei grösseren Tieren hochrückig und seitlich zusammengedrück rötlich gefärbte Augen; Vorderende der Rückenflosse über der Basis der Bauchflosse (Unterschied zur Rotfeder).

 

Rotauge

 

Lebensraum

 

Das Rotauge, im Volksmunde des Kanton Schwyz besser unter dem Name < Schwale > bekannt, ist eine praktisch in allen Seen, Weihern. und Teichen vorkommende karpfenartige Fischart. Wenn in den 60 er und 70 er Jahren die Bestände in vielen Seen zu ökologischen Problemen führten (Verdrängung anderer Fischarten wie Felchen, Läugel uns.) so ist der Bestand heute wieder abnehmend. Abklärungen ergaben, dass vielfach einzelne Jahrgänge fehlen. Vermutlich hängt dies mit extremen Wassergüteverhältnissen während der Aufwuchs zeit zusammen. Auch

Virusinfektionen in eutrophen Gewässern sind als Ursache für Massenerkrankungen bekannt. Das Rotauge laicht in pflanzenreichen Uferregionen. Der Name ist eine Folge von auffallend rot gefärbten Augen. Im Vergleich zur Rotfeder sind die Flossen weniger rötlich gefärbt, häufig nicht bis zur Hälfte. Junge Schwalen nehmen anfänglich nur Planktonnahrung zu sich., später ist eine Umstellung auf tierische Nahrung zu beobachten


Aal (Anguilla anguilla)

Lokalname: Gelbaal, Blankaal

Schlangenförmig seitlich gedungener Fisch, mit Rücken, Schwanz und Afterflossen einen einheitlichen Flossensaum bildend; Bauchflosse fehlt.

 

Aal

 

Lebensraum

 

Die bei uns einheimischen Aale stammen aus den Laichplätzen in den Saragassensee

im Golf von Mexiko. Die jungen Aallarven gelangen mit dem Golfstrom in die europäische Küstenregion. Man nennt sie jetzt Glasaale, die in den Rhein einsteigen. Über den Rhein gelangen die Steigaale in unsere Gewässer. Hier bleiben sie sieben bis zehn Jahre. Im Alter von sieben Jahren werden die Aale geschlechtsreif und machen dabei eine Art <Metamorphose> durch. Sie steigen anschliessend, fast blind, der stärksten Strömung folgend. in den Atlantik ab und schwimmen westwärts zum Golf von Mexiko zur Verlaichung. Die etwa 30 cm langen Steigaale überwinden auch schwierige Hindernisse, wie z.B. Stauhaltungen, Staumauern usw, in feuchten Moospolstern am Ufer. Auch der Rheinfall soll für sie kein unüberwindbares Hindernis darstellen. Während des Tages halten sich die Aale meistens im Schlamm vergraben auf, und ihre Aktivität ist sehr bescheiden. Nachts werden sie jedoch aktiv und gehen auf Nahrungssuche. Zu ihrem Nahrungsspektrum gehören u.a. Krebse, Fische Frösche und Mäuse. Die Nahrungsaufnahme ist abhängig von der Wassertemperatur. Sobald die Wassertemperatur 15 ° Grad Celsius übersteigt, ist das räuberische Verhalten der Aale viel ausgeprägter als im Kaltwass


Bitterling (Rhodeus sericeus amarus)

Lokalname: Bitterling

Körper seitlich abgeplattet und hochrückig; Seitenlinie unvollständig und nur hinter dem Kopf sichtbar; Männchen bei Verlaichung bunt; Weibchen mit Legeröhre.

 

Bitterling

 

Lebensraum /Lebeweise

 

Trotz der geringen Eizahl und der vielen Feinde kommt der Bitterling oft in grossen Beständen vor. Bedingungen dazu ist jedoch das Vorkommen von Teich oder Malermuscheln. Die Bitterlinge haben eine interessante Fortpflanzungweise und ein ausgeprägtes Paarungsspiel. Das Männchen sucht sich ein Weibchen aus, und gemeinsam schwimmt man zu einer Teich oder Malermuschel. Das Weibchen führt bei der Muschel seine Eilegeröhre ein und legt bis zwei Eier in den Kiemenraum

der Muschel ab. Unmittelbar danach spritzt das Männchen seinen Samen über die Muschel, welche mit dem Atemwasser in die Muschel eingesaugt wird und die Fischeier besamt. Auch die >Revierverteidigung< durch das Männchen ist typisch für diese Fischart


Groppe (Cottus gobio)

Lokaname: Koppe, Breitschädel

Körper Keulenförmige Gestalt mit krötenartigem Kopf; Kiemendeckel bedornt. Brustflosse auffallend gross und fächerartig; breites Maul, keine Schuppen.

 

Grippe

 

Lebensraum / Lebensweise

 

Man zählt die Groppen zu den Kleinfischen, welche selten grösser als 13 cm werden. Sie besitzen einen keulenförmigen, schuppenlosen Körper mit einem auffallend breiten und abgeflachten Kopf. Der grosse Mund ist augenfällig. Ebenfalls typisch sind die beiden getrennten Rückenflossen. Die Groppe lebt häufig mit der Schmerle zusammen in seichtem, meistens jedoch sauerstoffreichen Fliesgewässern mit relativ hoher Strömung. Sie ist nachtaktiv und hohl liegenden Steinen auf. Ihre Schwimmbewegung ist eckig. Die natüriche Verlaichung erfolgt im Frühling, wobei ein spezielles Liebesspiel typisch ist; das Weibchen legt wenige Eier in Gruben ab, welche in der Regel vom Männchen vorbereitet werden. Die einzelnen Eier sind klebrig, was zur Folge hat, das die Eier auch in starker Strömung haften bleiben. In der Entwicklung der frischgeschlüpften Groppen fällt auf, dass diese sehr schnellwüchsig sind.